Blockhaus – Wissen. Solide.

Blockhaus – Wissen. Solide.

Der Blockhausbau gehört neben der Holzrahmenbauweise zu den grundlegenden Holzbausystemen. Die Blockwand entsteht durch das abwechselnde Übereinanderschichten liegender Hölzer – naturbelassen oder bearbeitet – wobei die Stämme entweder als Rund- oder Kanthölzer verarbeitet werden können. Beim Blockhaus-Bau können verschiedene Holzarten verwendet werden sowie unterschiedliche Bauweisen zum Einsatz kommen. Letztere beeinflussen zusammen mit dem Dämmmaterial die Wärmedämmung eines Blockhauses.

Bautechniken und Wärmeschutz beim Blockhaus:

Beim Bau eines Blockhauses haben Sie die Wahl zwischen einer ein- und mehrschaligen Bauweise. Bei der einschaligen Bauweise entspricht die Außenwand der Innenwand. Um einen ausreichenden Wärmeschutz zu gewährleisten, müssen die Baumstämme mindestens 24 cm dick sein, da keine Dämmung vorhanden ist. Rundstammbalken haben hierbei einen Nachteil: An der Stelle, an der sie aufliegen, ist die Wand dünner, was die Wärmedämmung negativ beeinflussen kann. Um den Innenraum warm zu halten, ist ein erhöhter Energieaufwand nötig. Es gibt verschiedene Möglichkeiten, um dieses Defizit zu beseitigen. Zum einen wird Chinker benutzt, eine speziell für Blockhäuser entwickelte Dichtmasse. Damit werden die Fugen zwischen den Holzstämmen verschlossen. Zum anderen kann eine Zellstoffdämmung (Zellulose) zwischen den aufliegenden Holzbalken eingebracht werden. 
Bei der mehrschaligen Bauweise des Blockhauses gibt es hingegen einen Hohlraum zwischen den beiden Schalen. Dieser wird mit Dämmmaterial aufgefüllt. Hier haben Sie die Wahl zwischen Kork, Holzwolle, Zellulose, Glaswolle/Steinwolle etc.

Die Holzarten

Am häufigsten werden für ein Blockhaus Kiefern und Fichten verwendet. Dabei gilt die Faustregel: Je weiter ein Baum aus dem Norden kommt, desto länger ist er gewachsen. Das hat Auswirkung auf die Dichtigkeit des Materials. Sie ist höher als bei jüngeren Bäumen. Darüber hinaus kann die Oberflächenstruktur des Holzes auf drei Weisen bearbeitet werden. Bei der Naturstammbauweise bleiben die Hölzer unbehauen und werden nur geschält. Dies sorgt für ein rustikales Äußeres. Die anderen beiden Möglichkeiten haben ein jeweils glatteres Erscheinungsbild zur Folge. So können die Stämme entweder mittels hohem Wasserdruck bearbeitet und so entrindet werden. Oder sie werden gehobelt. In diesem Fall werden die Stämme mit einer Schiffshobel geglättet.

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