Das Pultdach – Für Minimalismusenthusiasten

Das Pultdach – Für Minimalismusenthusiasten

Ursprünglich wurde das Pultdach nicht für Wohnhäuser verwendet, an Hauptgebäude angegliedert, zum Beispiel über Erkern, Seitenschiffen von Basiliken, Anbauten an Scheunen oder als Garagendach. Ungefähr seit den 1950er Jahren werden Pultdächer aber auch für Wohngebäude genutzt, zum Verdruss der Verfechter klassischer Hausformen mit Satteldach.

Das Pultdach macht im Vergleich zu beispielsweise einem Satteldach einen halbfertigen Eindruck. Es besteht aus einem nur zu einer Seite hin geneigten Sparrendach, wodurch sich die zweite Hälfte des Daches erübrigt. Der Dachfirst bildet hierbei die Oberkante, die Traufe die Unterkante des Pultdaches. An den Seiten werden First und Traufe mit den sogenannten Ortgängen (Giebelkanten) verbunden. Die Dachneigung liegt zwischen 11 und 60%. Ein Haus kann auch zwei versetzte Pultdächer haben, wobei eine Dachfläche kleiner oder niedriger gelegen ist als die andere. Beide sind jedoch parallel zueinander angeordnet.

Der größte Nachteil des Pultdaches liegt in seiner Dämmung. Da die hohe Front des Hauses dem Wetter stark ausgesetzt ist, muss die Dämmung entsprechend aufwendiger gestaltet werden als bei anderen Dachformen. Eine mangelnde Dämmung führt außerdem dazu, dass sich der Dachboden im Sommer stark aufheizt und bei Regen die Feuchtigkeit in die Holzkonstruktion eindringt und Schimmel erzeugt.

Die Optik ist eher selten ausschlaggebend, wenn die Wahl auf ein Pultdach fällt. Dafür kommen andere Vorteile zum Tragen.

Die Nutzfläche des Dachstuhls ist bei nur einer Dachschrägen größer und heller:

Der größte Nutzen, den ein Pultdach mit sich bringt, ist die Größe des Dachbodens. Zum Einen ist nur eine Dachschräge vorhanden, zum Anderen sind Pultdächer häufig geringer geneigt als anderes Dachvarianten, was wesentlich zur Raumgröße beiträgt. Gleichzeitig steht Ihnen eine größere Fläche für Fenster zur Verfügung; damit kann der negativen Eigenschaft von dunklen Dachstühlen entgegengewirkt werden.

Mit einer Photovoltaikanlage Energie gewinnen und sparen:

Die einfache und flexible Bauweise eines Hauses mit Pultdach ermöglicht dessen ideale Ausrichtung zur Sonnenseite. Dies und der Umstand, dass das Pultdach flacher als andere Dächer ist, führt dazu, dass die Sonnenstrahlen im Sommer sowie im Winter länger auf die Solarzellen der Photovoltaikanlage treffen, gespeichert und in elektrische Energie umgewandelt werden. Auf Dauer senken Sie so Ihren Stromverbrauch und folglich Energiekosten.

Die Sammlung und Speicherung von Regenwasser ist wirkungsvoller:

Mit einem Pultdach können Sie außerdem Ihre Wasserrechnung reduzieren. Die Architektur des Daches vereinfacht die Sammlung und Speicherung von Regenwasser, welches im Garten oder Haushalt wiederverwendet werden kann, zum Beispiel für die Wäsche oder die Toilettenspülung.

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