Mindestwärmeschutz

Mindestwärmeschutz

Damit Bauteile (z.B. Außenwände) verbaut werden dürfen, müssen sie Mindestanforderungen für den Wärmeschutz (Mindestwärmeschutz) erfüllen. Diese Anforderungen an den Mindestwärmeschutz gehen aus der Energieeinsparverordnung hervor. Die DIN 4108 hat hierzu konkrete Werte für unterschiedliche Bauteile festgelegt. Bei der Auswahl des Baumaterials gilt es, diese Werte stets zu prüfen.

Der Mindestwärmeschutz – vielmehr Überzeugung als Vorschrift

Auf der Abbildung sehen Sie eine üblicherweise durch uns verbaute Außenwand. Standardmäßig ist sie aus zehn Schichten aufgebaut – hier von außen nach innen.

1. Holzfassade / Außenputz
Fassaden aus Holz gelten nicht nur als besonders nachhaltig, sondern dienen auch als hervorragender Grund für vielseitige Gestaltungsmöglichkeiten. Ebenso weist eine hochwertige Holzfassade zuverlässig Regenwasser ab und schützen das Gebäude vor Feuchtigkeit.

2. Hinterlüftungsebene (nur bei Holzfassaden)
Die Hinterlüftungsebene sorgt dafür, dass die Holzfassade beidseitig belüftet und entstandene Feuchtigkeit abgetragen werden kann. Dies trägt sowohl zur Verlängerung der Lebensdauer als auch zu angenehmer Luft bei. Ebenso beugt es Schimmel vor.

3. Winddichte, aussteifende Holzfaserplatte
Die aussteifende Holzfaserplatte schützt vor Wind, ist somit der äußerste Bestandteil der Wärmedämmung und die erste Instanz im Mindestwärmeschutz.

4. ökologische Holzfaser- oder Zellulose-Dämmung
Die zweite Instanz im Mindestwärmeschutz ist die ökologische Holzfaser- oder Zellulose-Dämmung. Auch sie spielt für ein angenehmes Raumklima eine Rolle, da sie durch ihre atmungsaktive Beschaffenheit die Luft auf natürliche Weise reguliert. Ebenso absorbiert sie durch ihre Struktur Schallwellen.

5. Holzrahmenwerk
In der Mitte der gesamten Außenwandkonstruktion befindet sich das Holzrahmenwerk, das für Stabilität und Belastbarkeit der tragenden Elemente sorgt.

6. Konvektionsschutzbahn / Öko-Dampfbremspappe
Diese nur wenige mm dünne Schicht sorgt für eine feuchtigkeitsregulierende Luftdichtheitsschicht in der Außenwand. Sie ist frei von Giftstoffen und trägt ebenfalls zum gesunden Raumklima bei.

7. Diagonale Vollholzschalung
Diagonale Vollholzschalungen sind aufgrund ihrer allergikergerechten Beschaffenheit (leimfrei, diffusionsoffen) und Luftdichte fester Bestandteil der Außenwand und für den Mindestwärmeschutz.

8. Installationsebene mit ökologischer Dämmung
Hier werden sämtliche Leitungen gelegt. Auch hier ist eine ökologische Dämmschicht angebracht.

9. Vollholzschalung
Als Abschluss der Holzkonstruktion (und letzte Instanz für den Mindestwärmeschutz) befindet sich als vorletzte Schicht eine durchgängige Vollholzschalung vor der Installationsebene. Hierbei handelt es sich um rauhes, unbehandeltes Holz, das durch seine niedrige Diffusionswiderstandszahl besticht und Feuchtigkeit somit abweisen kann.

10. Gips- oder Lehmbauplatte mit Kalk- oder Lehmfeinputz
Der innerste Bestandteil besteht aus nichttragenden Elementen, deren Beschaffenheit sich flexibel gestalten lässt. So greifen Allergiker gerne auf Elemente aus Lehm zurück. Ebenso ist eine Fassade aus Gips und Kalkfeinputz möglich.


Mindestwärmeschutz